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Plakatschriftensammlung
im Typographeum

Holz-Plakatschriften (350 Sätze)
Für den Schrift-Plakatdruck bis zum Format DIN A Null, 86 x 120 (130) cm, steht eine besonders umfangreiche Plakatschriften-Sammlung von über 350 unterschiedlichen Holzschriften zur Verfügung.

Reklameschriften
Holzlettern verschiedenster Gattungen und dekorative Varianten, in ausgefallenen Charakteren und Schnitten bis 62 cic (28 cm) Größe, sind hier versammelt.
Das Versal M dieser größten hölzernen Plakatlettern füllt ein DIN-A-4-Blatt!

– – Für die Ausstellung «Stationen der Moderne» (der Berlinischen Galerie), 1988 im Martin-Gropius-Bau Berlin, wurde die «Erste Internationale DADA-Messe» von 1920 erstmalig rekonstruiert.
Gezeigt wurden Schriftplakate und Großphotos von (Marschall) George Grosz, (Dadasoph) Raoul Hausmann und (Monteurdada) John Heartfield – zusammen mit vielen anderen Erzeugnissen und Objekten, verschiedener Dadaisten, wie Hannah Höch, Wieland Herzfelde, Johannes Baader, Otto Dix, Hans Arp, Max Ernst u.a.
Nur wenige Photographien der ursprünglichen Ausstellung waren erhalten – die Original-Schriftplakate waren sämtlich verschollen.
Die künstlerische Leitung und Ausführung der Rekonstruktion hatte der Berliner Künstler Michael Sellmann, selbst gelernter Schriftsetzer. Nach langer Odyssee durch traditionelle Setzereien (in West- und Ostdeutschland) fand er sieben der acht verschiedenen Plakatschriften, welche 1920 benutzt wurden, in meinem Typographeum.


Gebrochene Schriften, in Holz geschnitten
Gotisch (Textura), Rundgotisch (Rotunda), Schwabacher, Fraktur und Frakturvarianten

Schmuckelemente aus Holz
Blickfang-Ornamente, Schmucklinien, Symbole und Zeichen

Weitere Satz- und Druckschriften finden Sie unter
• Blei-Handsatz
• Linotype-Maschinensatz
• Alle Schriften + pdf.Schriftenübersicht


Gattungen
Egyptienne, Grotesk, Italienne, Steinschriften und eigensinnige Varia-Formen, nicht nur für Typo-Plakate ...

Keine hölzernen Namen
Holztypen mit klingenden Namen, wie:
Augenstolz, Bernhard, Fette Block, Fanfare, Favorit, Impuls, Kabel, Sinfonie, Super-Grotesk, Sirius, Reporter &c &c &c

Auch in den Namen spiegelt sich der Zeitgeist wieder, in welchem sie entworfen und gefertigt wurden.
Die meisten der erhalten gebliebenen, hier versammelten Drucktypen aus Holz, sind allerdings ohne ihre ursprünglichen Namen, weil sie schon in den vorherigen Buchdruckereien namenlos in ihren Kästen lagen.
Somit rettete ich die Holzschriften vor dem verheizen – denn nur noch der Brennwert erfreute viele Drucker.


Holzbuchstaben
sind buchstäblich Stäbe aus Buchenholz ...


Historisches zitiert
«... Die ersten großen Holzlettern entstanden als Initialien – Ende des 16. Jhds ... Für ganze Wörter oder gar Zeilen wurden sie kaum verwendet ...
Plakatschriften in unserem Sinne gibt es erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Sie entstanden durch die Nachfrage nach großen Auszeichnungsschriften für Werbedrucksachen. Blei war dafür zu teuer und zu schwer ...

... Reklameschriften wurden in Amerika seit 1828 industriell hergestellt, nachdem Darius Wells 1827 eine geeignete Graviermaschine entwickelt hatte. Zusammen mit dem 1834 von George Leavenworth eingeführten Pantographen, der schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts bekannt war, bildeten sie das Kernstück der Ausrüstung der Holztypenfabriken.
Diese Erfindung erforderte nur einen Satz Matern für alle Größen, in denen die Schrift hergestellt wurde ... von 3-line Pica (ca. 12 mm) bis 25 inches (ca. 60 cm) Versalhöhe, ohne Vorzeichnung aus ensprechend vorbereitetem Holz ... Das Verfahren ist bis zum Aussterben der Holzlettern gleich geblieben ...

... Die Geschichte des Plakats ist als Geschichte des Künstlerplakats, des Bildplakats geschrieben worden ...
Die Plakatschriften aus Holz, die etwa gleichzeitig mit der Chromolithographie, dem Farbdruck entstanden sind (1827) und die Plakate, die damit gedruckt wurden, werden von den Kunsthistorikern übersehen ...»
Quelle: Gerd Fleischer,
Irish Coutry Posters – Plakate in der Irischen Provinz, 1982


– – In Deutschland wurden Affichen-Schriften aus Holz seit Mitte des 19. Jahrhunderts, meist für Schriftplakate, verwendet.
Holztypen wurden ab 48 p Schriftgröße aus dem Holz des Birnbaumes, Weißbuchen- oder Ahornbaumholz, aber auch aus anderen Hölzern gefräst und gestochen. Buchsbaumholz wurde naturgemäß nur selten verwendet, weil es langsam wächst und deshalb sehr teuer war.
Zum Ende der Produktion hin wurde mitunter auch Kunststoff (Perspex) verwendet.
In Westdeutschland produzierte die Firma Gedi-Schriften Bamberg bis Mitte der 70er Jahre Drucktypen aus Holz.
In Ostdeutschland wurden bis Anfang der 90er Holzschriften hergestellt, welche sich auch in meiner Sammlung befinden.
Die Holzlettern-Manufaktur in Hamburg stellt noch heute Holztypen (Gedi-Schriften) her.
www. holzlettern-manufaktur.de

Schriftgattungen –
Klassifikation nach DIN 16518

– Venezianische Renaissance-Antiqua
– Französische Renaissance-Antiqua
– Barock-Antiqua (Übergangs-Antiqua)
– Klassizistische Antiqua
– Serifenbetonte Antiqua
– Serifenlose Linear-Antiqua
– Antiqua-Varianten (Varia-Schriften, Freie Antiqua)
– Schreibschriften
– Handschriftliche Antiqua (Dekorative Schriften)
– Gebrochene Schriften:
Gotisch (Textura), Rundgotisch (Rotunda), Schwabacher, Fraktur (Kurrent), Fraktur-Varianten
– Fremde Schriften (Fremdsprachensatz):
viele gebräuchliche europäische Akzente vorhanden, in einigen Graden!
sowie Kyrillisch

«Schrift ist das Bild der Stimme ; je mehr es dieser gleicht, desto besser ist es.»

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Plakate machen berühmt! – – Für 48 Stunden ...